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Plan 9 From Outer Space

 

 

Ein unterschätzter Film

 

Einleitung

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Wie Sie wissen, gehe ich normalerweise nicht in Lichtspielhäuser, aber an diesem verregneten Tag vor einigen Jahren machte ich eine Ausnahme. Ich schlug wie allmorgenlich meine Zeitung auf um mich über das Zeitgeschehen eher früher als später zu informieren, als ich einen Gratiscoupon für eine Kinovorstellung meiner Wahl fand. zunächst dachte ich dran, Selbigen zu verkaufen, was aber nach kurzer überlegung eher weniger als mehr funktionieren würde, da "Unverkäuflich" draufstand. Also beschloss ich selbst ins Kino zu gehen. Etwa 3 Stunden später fand ich mich an der Kasse unseren städtischen Lichtspielhauses wieder und hatte eher mehr als weniger Filme zur Auswahl. Ich entschied mich für den Film mit dem längsten Titel, da man da aus Erfahrung nicht viel falsch machen kann (Deswegen war vermutlich "Kill Bill" so schlecht): Der Film hieß "Plan Nine from outer Space" - was soviel bedeutet wie Plan Neun von ausserhalb des Weltalls. Um die Sachverstände des weiteren Textes zu verstehen muss ich kurz beschreiben wie das Lichspielhaus aufgebaut ist: Es gibt einmal einen Sitzbezirk Namens "Parketts" - dieser befindet sich unterhalb der Leinwand und geht in der waagrechten bis zum Ende des Lichtspielsaals. Ein weitere Sitzbezirk nennt sich "Loge" und befindet sich überhalb der anderen und geht etwa durch die Hälfte des Raumes und verdeckt sozusagen von oben gesehen einen Teil des Parkettes. Wie dem auch sei: Ich hatte einen Platz in der ersten Reihe in der Loge, was bedeutet, dass unmittelbar vor mir niemand sitzte , sondern vielmehr etwa 3 Meter unter mir die Vorderreihe war. Am Sitzplatz mit der Nummer LR1Nr13 - was für Loge Reihe 1 Sitzplatz Nummer 13 steht - angekommen packte ich meinen Puffmais (Popcorn) und meine Kolagetränk (Coca Cola) aus. Kurz nachdem der Film begonnen hatte, musste ich feststellen, dass in der Reihe vor mir (also direkt 1 Reihe vor mir 3 Meter tiefer) eine Gruppe von Halbwüchsigen saß, die sich eher flegelhaft verhielten als sittlich. Auch nach mehrmaligen zurufen von mir, dass sie sich ruhig zu verhalten zu hätten, wurde es nicht stiller. Nachdem ich ihnen schließlich erzürnt schlimme Beleidigungen zurief konnte ich nur knapp einer Salve Erdnüsse ihrerseits ausweichen, indem ich mich hinter meiner Maximalen Puffmaistüte verschanzte. Wie Sie wissen, bin ich ein ruhiger ausglichener Mensch - jedoch war in diesem Moment das sprichwörtliche Fass - oder vielmehr der Becher - übergelaufen. Ich Wartete etwa 2 Minuten um den Überraschungseffekt auf meiner Seite zu haben. Schließlich schüttete ich etwa die Hälfte meines 0,4 Liter Kolagetränkes herunter, nicht ohne dabei hecktische Bewegungen mit der Hand zu vollziehen, um möglichst viele Feinde zu treffen. Noch wärend die Rüpelreihe sich wunderte woher dieser Nasse Fluch herkam schüttete ich noch die Tüte mit Puffmais hinterher. Nach mehrmaligen lauten Flüchen verließen die Herrschaften den Saal und ich konnte den Farbfilm endlich geniesen - dachte ich jedenfalls. Etwa 5 Minuten später kamen 2 Inspektoren von der Sicherheit und verwiesen mich des Saales - obwohl die anderen mit den Streitereien angefangen hatten. Wie dem auch sei: Ich schaute den Film schließlich einige Monate später auf VHS Kassette an und konnte mich vollends auf den Film konzentrieren.

 

Der Film / Nachtrag

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Dieser Film ist ein (anscheinend nachgefärbter) Farbfilm und geht 79 Minuten lang. In der Originalfassung wurde er in Schwarz/Weiss gedreht.

 

Zuerst hatte ich die Handlung etwas durcheinander geworfen - aber aus dem Grund, dass es schon etwas länger her ist, dass ich den Film gesehen hatte bitte ich um Nachsicht. Die Handlung: Ausserirdische wollen die allseitsbeliebte Erde erobern. Nachdem allem Anschein nach, 8 Pläne die Weltherrschaft zu übernehmen fehlschlugen, gehen Sie zu einem 9ten Plan über - daher der Titel. Sie wollen mittels Laserkanone Tote Menschen wieder zu den Lebenden zurückzuholen um auf diese Weise die Erde zu übernehmen. Die beiden Hauptdarsteller der Ausserirdischen heissen in dem Film Eros und Tanna - worauf ich aber nicht näher eingehen will.

 

 

Meinung

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Mir selbst hat der Film sehr gut gefallen. Die Spezialeffekte waren zum Teil äußerst proffesionell gemacht. Auch die Tatsache, dass einer der Hauptdarsteller während der Dreharbeiten starb und der Film trotz eines Doppelgängers fertig gefilmt wurde, zeugt für das können dieses Regiesseurs. Jedoch ist mir zu Ohren gekommen, dass dieser Film angeblich in den Augen vielen Erdenmenschen als "schlecht" empfunden wird. Da dies jedoch nur im Auge des Betrachters liegt, bitte ich trotzdem um eine faire Bewertung meines Testprotokolls, auch wenn Ihnen der Film nicht zugesagt hat.

 

Noch ein paar Fakten zu diesem Meisterwerk der Filmgeschichte:

 

Regie: Ed Wood

Jahr: 1956

Darsteller:

Gregory Walcott - Jeff Trent

Mona McKinnon - Paula Trent

Duke Moore - Lt. John Harper

 

Grüße an den Fisch,

 

Jörgen Grönlein

 

Diese Kritik ist zuerst erschienen bei: ciao.de

 

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