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Hotel Ruanda

 

 

 

 

 

 

Wir brauchen weniger Helden

 

Wenn deutsche Intellektuelle zu viel Zeit haben, beschäftigen sie sich gerne mit sich selbst. Oder dem Dritten Reich. Oder damit, was das Dritte Reich uns heute zu sagen hat. Oder Auschwitz. Das scheint einen gewissen Unterhaltungswert zu haben: Von Filmen und Büchern von, über, mit Hitler und seinen Fans können inzwischen nicht wenige Leute ihren Lebensunterhalt verdienen. Der gepflegte Geschichtshorror für zwischendurch – als „Bildung“ unanrüchig für Macher wie Konsumenten, und immer mit einer netten, wunderbar gummiweichen und unverbindlichen Moral. Das böse Wort Hitlertainment scheint da angebracht – oder auch die Frage, inwieweit hier die Kirche als Anbieter der wöchentlichen Gemartertenbeschau (ggf. mit Verzehrmöglichkeit) einen Konkurrenzmarkt bekommen hat.

 

THE TIMES, THEY AREN’T A-CHANGIN’

 

Das Jahr 1994: Die jugoslawischen Nachfolgekriege haben die Stadien „Wo?“, „Oh mein Gott – wie schlimm!“, „Da muss man doch was tun!“ und „Die … sind schuld!“ hinter sich gelassen und haben das Stadium der Alltäglichkeit erreicht: Die Fernsehsender beschränken sich inzwischen darauf, die spektakulärsten Highlights mit den schicksten Bildern in die Abendnachrichten zu bringen, kurz vor Wetter und Sport. An einer Reportage über einen minderjährigen Meldeläufer, den ein Kamerateam einen Tag in Sarajevo begleitet – nicht ganz, weil den Jungen noch vor Drehschluss ein Heckenschütze erschießt – entzündet sich die Diskussion, ob man so was bringen darf. „Geschmacklos“ seien solche Bilder. Die jugoslawischen Kriegsparteien zeigen sich erschüttert und versichern, demnächst nur noch in Abwesenheit von Kameraleuten Jugendliche zu erschießen. Bzw., im Irrtumsfalle, die Kameraleute gleich mit. Deutschland atmet auf und beschäftigt sich wieder mit wichtigeren Dingen.

Steven Spielberg hat 1993 einen Film fabriziert, bei dem sich handwerkliche Präzision, perfektionierte Tränendrüsenmassage und intellektuell-aufklärerische Ballaststofffreiheit zu einem publikumsträchtigen, bewegenden Blockbuster vereinen: „Schindlers Liste“. Gewidmet einem bis dahin eher weniger bekannten Fabrikanten, der sich vom Nazi zum Menschenretter wandelt (ist vereinfacht, aber leider ist das der Film auch). Seitenweise erscheinen „Nie wieder“-Artikel. Der Film hat den Vorteil, dass jeder seine eigene Meinung drin wieder finden kann – und es auch tut. Und sich gehörig erschüttert fühlen kann. Ohne sich bewegen zu müssen. „Betroffen“ heißt das auf Mittelinksdeutsch.

 

 

DIE KURVE

 

„Nie wieder“, tönte man. Deswegen dürfe man nicht in Jugoslawien mit deutschen Soldaten… Rhabarber. Deswegen müsse man gerade in Jugoslawien... Rhabarber.

(Die Nachgeschichte, vereinfacht: 1995 kam US-Unterhändler Holbrooke, Clinton ließ ein paar Bomben auf serbische Stellungen werfen, und Holbrooke versicherte: Wenn ihr nicht still seid, gibt’s mehr davon. Ende des Krieges. Die deutsche Öffentlichkeit stritt danach, ob man den Amis mehr wegen ihrer Primitivität oder ihrem Erfolg wegen böse sein müsse.)

Derweil passierte nicht exakt, aber doch in guter Näherung dasselbe wieder. Und wieder sah man weg.

 

Rwanda (oder Ruanda): Das ist ein zentralafrikanischer Staat mit ein paar Millionen Einwohnern, klein und eher bedeutungslos, teils frankophon und damit unter treusorgendem französischen Einfluss. War mal eine belgische Kolonie, irgendwann davor ein Königreich.

Der Staatschef hieß 1994 Habyarimana. Er ist ein „Hutu“ – und was das ist, ist nicht so ganz einfach zu erklären. Im wesentlichen ist das jemand, dessen Vorfahren weniger als 10 Rinder hatten. So lautete das einschlägige belgische Gesetz. Wer mehr hatte, war ein „Tutsi“. Die Unterscheidung ist älter, sie hat damit zu tun, dass es in Rwanda Ackerbauern und Viehzüchter gab (und gibt) – und letztere oft reicher waren. Wer hauptsächlich Rinder hatte, war Tutsi – fertig. Die Unterschiede zwischen den Gruppen sind ansonsten nicht sonderlich groß: Beide sprechen dieselbe Sprache, haben dieselbe Religion (eigentlich: -en, aber die meisten sind Katholiken), leben seit Jahrhunderten miteinander, wechselten regelmäßig von der einen in die andere Gruppe und heirateten oft untereinander – etwa die Hälfte der rwandischen Ehen (bis 1994) waren „Mischehen“.

Die Belgier kamen und herrschten durch Teilung: Die Tutsis seien eigentlich keine „Bantu“, sondern kämen vom Nil, wären also eigentlich schon fast Araber, damit fast Weiße und beinahe so etwas wie richtige Menschen. Die Hutu dagegen wären eine primitive Rasse, weniger hochgewachsen und überhaupt offenkundig minderwertig. (Das wesentliche „Rassen“unterscheidungsmerkmal war, wie gesagt, der Viehbestand. Rassisten waren schon immer doof.) Tutsi wurden in der Folge zu „Obernegern“, gingen in Missionsschulen und bekamen die besseren Posten – die Hutu blieben unten. Kurz vor und letztlich nach der Unabhängigkeit kehrte sich das um – die Hutu, die die Mehrheit darstellten, stellten die Regierung. Man vertrieb viele Tutsi (und nicht nur die) in Nachbarländer – wo sie als Flüchtlinge geduldet, aber kaum integriert wurden.

 

Dort wollten sie auf Dauer nicht bleiben: 1990 drangen meist schon Nachfahren der ursprünglichen Flüchtlinge in Ostrwanda ein – als „RPF“, eine Rebellenarmee. Es kam zu einem „Friedensprozess“, in dessen Rahmen UN-Truppen nach Rwanda kamen – kaum mehr als ein paar Handvoll -, die RPF unter Paul Kagame und das Habyarimana-Regime sich die Macht teilen sollten und das Land zu Friede und Freiheit führen sollten.

 

Das klappte nicht. Habyarimana und sein Umfeld setzten auf etwas anderes, um ihre Macht zu erhalten (und um nicht für ihre zahlreichen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen zu werden): Auf einen Völkermord. Schon öfter war es zu Zusammenstößen zwischen Hutu und Tutsi gekommen – was hier heißt: Meist von der Regierung gesteuerte kleinere Massaker an Sündenböcken. Das wurde im großen Stil vorbereitet. Neben der teuren Gewehrmunition bestellte man in großen Mengen Macheten – bezahlt u. a. mit deutscher Entwicklungshilfe -, begann mit einer Hasskampagne gegen „die Tutsi“, bildete „Milizen“ aus und achtete darauf, was das Ausland so tun würde. Das – siehe oben.

 

Unter bis heute nicht geklärten Umständen starb Habyarimana mitsamt einigen anderen Leuten in der Explosion seines Flugzeuges – abgeschossen durch eine Luftabwehrrakete, die „irgendwer“ abgeschossen hatte. Zeitgleich, genauer: vielleicht sogar ein paar Stunden früher, rollte der lange geplante Völkermord an.

 

In 3 Monaten brachten Regierungssoldaten, Präsidentengarde, die Interahamwe-Milizen und vor allem jede Menge „gemeines Volk“ geschätzte 800000 Menschen um – Tutsi zumeist (oder wer dafür galt), aber auch Oppositionelle, Politiker, die sich für die Versöhnung stark gemacht hatten, Leute, die wie Tutsi aussahen, Leute, die Tutsi halfen, „reiche“ Nachbarn – wen genau, wie viele genau, weiß man nicht. In Afrika zählt man keine Toten – und die Namen notiert ohnehin keiner.

 

Das meiste war „Handarbeit“: Die Leute wurden mit Macheten kleingehackt. Langsam, blutig. Kinder und Greise. Teils Nachbarn, Freunde, eigene Angehörige. Teilweise wurden Leute mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen. Teilweise – sehr oft – reichte der Hinweis auf möglichen Gewinn, den man sich erplündern durfte. Oder auf die Regierungsamtlichkeit des Mordaufrufes. Hunderttausende wurden zu Tätern. Das war Habyarimanas Kalkül gewesen: Diese Menschen hatten von einem Regimewechsel das Schlimmste zu befürchten – und würden sein Regime bis zum Letzten verteidigen. Auf hörte das Morden erst, als die RPF das ganze Land erobert hatte. (Das Ziehen von historischen Parallelen sei dem geneigten Leser zur Übung überlassen.)

 

Die Welt beschäftigte sich mit sich selbst. Oder mit „Schindlers Liste“. Und der Selbstvergewisserung, jetzt seien die Deutschen bessere Menschen geworden und würden nie, nie wieder tatenlos dabeistehen…

 

 

DIE GESCHICHTE

 

Vom politischen Hintergrund erfährt man in „Hotel Ruanda“ nur wenig – letztlich zu Recht, denn auch die obige Zusammenfassung ist noch sehr grob.

Auch die Menschen vor Ort kannten sie nicht. Einer von ihnen war Paul Rusesabagina, dessen wahre Geschichte der Film erzählt. Rusesabagina (souverän dargestellt von Don Cheadle) gehört zu den Erfolgreicheren in Rwanda – er ist Hotelmanager im Luxushotel „Milles Collines“ („1000 Hügel“ – Rwanda wird oft das „Land der 1000 Hügel“ genannt). „Selbstverständlich“ ist der Chef im Laden ein Weißer – denn das Milles Collines gehört zu einer internationalen Luxushotelkette. Auch die meisten Gäste sind Weiße.

Rusebagina (selbst Hutu) erfährt vom Tod des Präsidenten aus dem Radio – und natürlich ist ihm auch die Hasspropaganda nicht entgangen. Mit seiner Tutsi-Frau bringt er sich vom stillen Vorort ins Hotel in Sicherheit – und auch einige seiner Nachbarn. Es bleiben nicht die einzigen Schutzsuchenden: Während die Mörder die Straßen Kigalis mit Leichen überhäufen (und das ist leider keine Metapher), flüchten immer mehr Menschen auf das Hotelgelände.

Mit viel Mut (der Verzweiflung), mit Bestechung der Mordbanden durch Bier, Geld und Schmuck, mit List und der Unterstützung des UN-Colonels Oliver (Nick Nolte, der hier den realen L. Gen. Roméo Dallaire wohl ziemlich treffend wiedergibt) gelingt es Rusesabagina, insgesamt 1268 Menschen das Leben zu retten – mit denen er zum Schluss hinter die Linien der vorrückenden RPF in Sicherheit flüchtet.

 

 

DER FILM

 

Die Geschichte erinnert stark an „Schindlers Liste“ – und auch der Film tut das. Einige Szenen sind übersuggestiv mit Musik unterlegt, gelegentlich ist die Dramaturgie mit Zusammenbruch, Ehestreit und Versöhnung, und natürlich dem dramatischen „Timing“ einiger Szenen etwas zu hollywood-nah für meinen Geschmack.

 

Im Gegensatz zu Spielbergs Film bleibt diese Inszenierung aber durchaus im Rahmen – der Film hält ausreichend Abstand zu morbidem Kitsch. Die Darstellung bleibt eng an den Tatsachen, bis hin zu Details, die eher für „Experten“ erkennbar sind, und die Zugeständnisse an die Sehgewohnheiten der Massen haben eine gute Berechtigung: Über den Völkermord in Rwanda weiß kaum jemand im Westen irgend etwas – ein „besserer“ Film hätte noch weniger Menschen vor die Leinwand gelockt.

 

Die Darsteller machen ihre Sache gut, nicht nur Cheadle, sondern auch Sopie Okonedo (in der Rolle seiner Frau), und Nick Nolte als UN-Oberst. Letzterer spielt den „harten Kerl“, der aus einem zweitklassigen US-Kriegsfilm entsprungen sein könnte. Das ist dem Film gelegentlich angelastet worden – aber Unsinn, da die Szenen den Charakter Dallaires und seine halsbrecherischen Aktionen wie auch seine Selbstzweifel sehr gut einfangen (soweit man den aus seiner autobiographischen Darstellung ablesen kann). Auch die bösen, zynischen Einsichten entsprechen der Realität: Dem Westen war Rwanda egal. „Sie sind noch nicht mal ein Nigger – Sie sind nur ein Afrikaner!“ sagt Colonel Oliver an einer Stelle zu Rusesabagina. Währenddessen bringen europäische Eingreiftruppler ihre Landsleute – also praktisch alle (faktisch zumeist ungefährdeten) Weißen – außer Landes und „mischen sich sonst nicht weiter ein“. Der authentische Dallaire hält die Aussage eines US-Bürokraten fest, dass man im Pentagon mit einer Quote von 100.000 zu 1 rechne: Wenn eine Million Afrikaner zu retten seien, dann dürfe man dabei nicht mehr als 10 amerikanische Soldatenleben verlieren – und da sei das Risiko Rwanda zu groß für. (Frankreich und Belgien zogen mit dem gleichen Gedanken ihre Truppen ab – sofern französische Ausbilder nicht blieben und dem Habyarimana-Regime und seinen Nachfolgern militärisch weiterhalfen.)

 

Dieses Geschehen erfahren die Figuren des Films und die Zuschauer mehr am Rande: Nebenbemerkungen, Radiomeldungen, einzelne Gespräche hier oder dort. Im wesentlichen überlässt man Rwanda und seine Bürger den Völkermördern. (Man vermeidet sogar das Wort „Völkermord“ auf das peinlichste: Dann wäre man nach UN-Charta ja zum Eingreifen verpflichtet…)

 

Die Bilder des Films sind dezent und sparsam: Der größte Teil des Films spielt im Hotel. Das Grauen bleibt, von wenigen Bildern abgesehen, im Hintergrund – im Radio, in den Erzählungen, in Fernsehbildern. Man sieht Morde, man sieht Leichen – aber jeder Hollywood-Actionstreifen arbeitet mit mehr Ketchup. (Im Vergleich zu den realen Bildern und Geschehnissen sind die Film-Bilder äußerst dezent und zurückhaltend.) Gelegentlich fängt die Kamera die schöne Landschaft des Landes (besser: der Kulissen – m. W. südafrikanische) und die Gegensätze zwischen den besseren Vierteln und den ärmeren Hütten ein – aber ein Landschaftsfilm ist daraus nicht geworden.

 

Das „Personal“ bleibt übersichtlich: Es gibt einige tragende Nebenfiguren, die insgesamt realistisch-unspektakulär bleiben. Hutu und Tutsi unterscheiden zu wollen, bleibt aussichtslos – wie halt im richtigen Leben. Sprachlich ist der Film leider wieder mal verhochdeutscht worden – hier hätten Akzente (wie im Original) ein wenig „Fremdheit“ vermitteln können, andererseits ist so die Identifikation leichter.

 

Die Musik ist stellenweise etwas arg eindringlich, oft aber schlicht und gut, mit einem guten Schuss "Afrika" drin. Schön zum Nebenbeihören - die Assoziationen, die man mit den Songs nach dem Film haben dürfte, werden die CD eher zum Ladenhüter machen. Leider.

 

Spektakulär ist der Film an sich nicht, eher bodenständig und realitätsnah erzählt er eine wahre Geschichte – über einen Menschen, der mehr oder minder gezwungen war, zum Helden zu werden, um sich und seine Familie zu retten – und auch andere, Nachbarn, Freunde, Fremde, für die er sich verantwortlich fühlte. Viele, die in ähnlicher Position waren, wurden keine Helden. Viele, die es versuchten, sind einfach - tot.

 

 

WIR BRAUCHEN WENIGER HELDEN

 

Rusesabagina hätte kein Held werden müssen: Der Völkermord hätte verhindert werden können. Es hätte nicht viel gekostet. Man hätte nicht viel riskiert. Es hätten vielleicht sogar schon genügend öffentliche Entrüstung und Drohungen geholfen. Es fehlte das Interesse. Es fehlten auch die Bilder, die eine Öffentlichkeit hätten motivieren können. Besonders in Frankreich und in Belgien hatte auch die politische Klasse Informationen dezent zurückgehalten und das Geschehen heruntergespielt. Besonders die französische Regierung stützte Habyarimanas Regime und seine Nachfolger noch lange, nachdem der Völkermord angefangen hatte.

 

800 000 Tote. Und das war nur der Anfang. Die rwandischen Mörder flüchteten in den Kongo (damals noch Zaire). Und eine Million Hutu flüchteten ebenfalls – aus der (nicht ganz unberechtigten) Angst heraus, von der RPF für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden. Das Flüchtlingslager „Goma“ entstand – eine Millionenstadt, praktisch über Nacht. Es wurde die Ausgangsbasis für die Versuche des alten Regimes, Rwanda zurückzuerobern – vor allem durch Terrorangriffe. Rwandische Übergriffe ihrerseits destabilisierten den Kongo weiter. Der Krieg um den und im Kongo dauert seither an – beteiligt sind mehrere Nachbarstaaten, die Zahl der Gesamttoten im zentralafrikanischen Krieg wird auf 3,5 Millionen geschätzt. Man geht sicherlich nicht fehl, wenn man annimmt, es könnte auch das Doppelte sein. Die Hälfte eher nicht. Aber in Afrika zählt keiner die Toten. Schon gar nicht irgendwelche Zivilisten.

 

 

FAZIT

 

Es bleiben also genügend Gelegenheiten, zum Helden zu werden. Nicht alle überleben so wie Rusesabagina. Ihre Geschichten erreichen uns nicht. Diese ist in unsere Kinos gekommen.

Es ist nicht der beste Film aller Zeiten, drei Oskarnominierungen zum Trotz. Aber vermutlich der beste über den Völkermord in Rwanda – meines Wissens ist er der erste. Die Erfahrung, das Kapital und den Zugriff auf Stars wie bei Nazizeit-Filmen sind hier einfach auch nicht vorhanden – es mangelt an voraussehbarem Interesse und damit an Wiedereinspielchancen.

 

Macht was draus. Seht den Film an. Er ist gut, er ist sehenswert, er erzählt eine wahre Geschichte – und zwar eine, in der auch Du vorkommst. Nur Dein Name wurde geändert.

 

Denn wer soll sonst mit „Weltöffentllichkeit“ gemeint sein?

 

Wer nicht sehen will, muss lesen: Es gibt eine Reihe individueller Erlebnisberichte zu Rwanda – da kann man problemlos im Buchladen nachfragen. Wer es genauer wissen will, sollte es mit den folgenden versuchen:

 

Roméo Dallaire: „Shake Hands with the Devil“ – Random House, Kanada 2003

(Leider nur auf Englisch zu bekommen – und das meist mit etwas Aufwand. Dafür hat man den authentischen Bericht des UN-Generals vor Ort. Nichts für schwache Nerven.)

 

Allison Des Forges, „Kein Zeuge darf überleben – Der Genozid in Ruanda“, Hamburger Edition 2002

(Umfassend, hochkompetent, alle Hintergründe und wesentlichen Details – es ist das Standardwerk zum Thema.)

 

Andreas P. Rauch

 

Dieser Text ist zuerst erschienen bei: www.ciao.de

Zu diesem Film gibt es im archiv der filmzentrale mehrere Texte

 

 

Hotel Ruanda

Südafrika / Großbritannien / Italien 2004 - Originaltitel: Hotel Rwanda - Regie: Terry George - Darsteller: Don Cheadle, Sophie Okonedo, Joaquin Phoenix, Desmond Dube, David O'Hara, Cara Seymour, Nick Nolte, Hakeem Kae-Kazim - FSK: ab 12 - Länge: 121 min. - Start: 7.4.2005 

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