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Cube  Vincenzo Natali, Kanada 1997

 

Oh war das aufregend. Hinter jeder Klappe eine Überraschung. Tagelange Anspannung. Manchmal kam's besonders dick. Am Sechsten und Vierundzwanzigsten. Mein Adventskalender war der Knaller. Ich vermisse ihn.

Wenn mir heute langweilig ist, gehe ich ins Kino. Neulich in "Cube". Da sind ein paar Leute in einem riesigen Adventskalender gefangen. Warum hab ich nicht kapiert. Aber macht nix, die auch nicht. Auf jeden Fall öffnen sie dauernd Türchen. Dahinter sind viele Kammern. Manchmal Fallen. Das ist gruselig und die Langeweile geht ein bisschen weg. Huh!

 

Der Kalender ist gemein und wechselt dauernd die Datums. Deshalb haben die Leute eine Mathematikerin dabei. Und einen König der Ausbrecher. Und einen Polizisten. Und eine Ärztin. Und einen Idioten. Der ist ein Genie und schafft's bis Weihnachten. Die anderen nicht so ganz.

 

In meinem Adventskalender war auch immer was Selbstgebasteltes. Schöne bunte Legerätsel zum Beispiel. Was man mal raushatte, wurde doof. Naja, Cube ist auch sehr bunt und sieht selbstgebastelt aus.

 

Außerdem waren in meinem Adventskalender immer zwei, drei Zettelchen. Mit Sprüchen drauf. Die waren mir immer zu hoch. Im Film sagen die Leute auch so komplizierte Sätze:

"Wie weit sind wir gekommen. Es ist schlimmer als wir dachten." -

"Nicht ganz. Es ist nur zum Heulen."

 

Urs Richter

 

Diese Kritik ist zuerst erschienen bei:

 

filmtext.com - Texte zum Film.

 

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